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| von Dieter Honsálek
Nur
zu gern sagte ich zu, als die Gruppe Aachen Dreiländereck mir im
Frühjahr ein Richteramt beim „Eifelpokal“ antrug. Zu gut hatte ich diese
anspruchsvolle Prüfung aus dem Jahr 2006 noch in Erinnerung, um diese
Gelegenheit aus Gründen eines eigentlich übervollen Terminkalenders nicht anzunehmen. Aus
der Sicht des Jägers, der aus Niederwildrevieren kommt, erlebt man hier
in der urwüchsigen Eifel riesige, zusammenhängende Waldreviere mit sehr
guten Wildbeständen, die von Hase, Marder, Wildkatze über Fuchs und
Dachs bis zu Reh-, Schwarz- und Rotwild reichen. Sogar der hier vor
vielen Jahren wieder eingebürgerte Biber hat sich gut eingelebt und
vermehrt. Als Richter kann man im Hürtgenwald davon ausgehen, dass man exzellente Gespanne bei ihrer Arbeit sehen und bewerten darf, die sich nicht selten schon auf gehobenen Prüfungen bewährt haben. Teckelführer,
die hier melden, wissen oder ahnen zumindest, dass der „Eifelpokal“ sie
und ihre Hunde fordern wird bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit.
Allein aus diesem Grund sehen viele es als besondere Herausforderung an,
hier zu führen. Es ist wohltuend zu beobachten, dass selbst erfahrene
und erfolgsverwöhnte Führer hier akzeptieren, dass sie vielleicht nur
ein Teilziel erreicht haben oder sogar ohne Erfolg heimkehren müssen.
Denn wer hat schon ausreichend Gelegenheit, seinen Teckel in derart
schwierigem Gelände, bei Höhenunterschieden bis zu 300 m, bei starken
Verleitungen einzuüben. Bewähren tun sich in den meisten Fällen
erfahrene Führer mit mehrjährigen, prüfungserfahrenen und bejagten
Teckeln. Am
Freitagmittag legten Richter und revierkundige Helfer die über
eintausend Meter langen Fährten. Am Vortag hatte es nach längerer
Trockenperiode ausreichen geregnet, sodass die Bodenfeuchtigkeit gut
war. Der geforderte Abstand von 800 m zwischen den Fährtenverläufen ist
bei einer Schweißprüfung ohne Richterbegleitung sinnvoll, um zu
vermeiden, dass Gespanne bei der Arbeit auf eine andere Fährte wechseln.
Abends fand man sich in gemütlicher Runde beim reichhaltigen Buffet ein
und tauschte so manche Prüfungs-, Jagd- und weitere, vielfältige
Teckelerlebnisse aus, wobei die Stimmung bei den Richtern,
Schlachtenbummlern und Organisatoren sicher gelöster war als bei den
Hundeführern, bei denen bei aller Vorfreude auch eine gewisse Anspannung
im Hinblick auf die bevorstehende Prüfung gegeben war.
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Eingestimmt durch die Klänge des Jagdhornbläsercorps
„Hohes Venn“,Roetgen wurde die Prüfungsgesellschaft am frühen Samstagmorgen
vom Prüfungsleiter begrüßt.
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| Herrlicher
Sonnenschein, bei anfangs kühlen Temperaturen versprach einen schönen
Prüfungstag. Angetreten waren 9 Gespanne in zwei Gruppen zur
Schweißprüfung ohne Richterbegleitung des Landesverbandes Rheinland. Die
Erschwernis liegt darin, dass die Schweißarbeit auf einer Länge von
1000 bis 1200 m ohne Richterbegleitung geprüft wird. Auf der Fährte
befinden sich 5 Verweiserpunkte, von denen mindestens 2 gefunden werden
müssen, die Dauer der Nachsuche darf 90 Minuten nicht überschreiten. |
| Als Richter standen zur Verfügung:
Richtergruppe 1: Dieter Honsálek (Obmann)
Helmut Münter
Brigitte Vosen
Richtergruppe 2: Hubertus Brandenburg (Obmann)
Henning Küper
Wolf Liebhold
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Prüfungssiegerin und Gewinnerin des
geschmackvoll gestalteten Porzellantellers
war die Rauhhaarteckelhündin
„Ziska vom Dienei“ mit Dr. Christiane Görig.
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Dieses
Gespann fand in 28 Minuten zum Stück und brachte alle 5 Verweiser mit.
An zweiter Stelle mit ebenfalls 5 Verweisern stand die
Rauhhaar-Kaninchenteckelhündin „Cretel vom rauschenden Bach“ mit Mario
Liebau. Auf Platz drei, mit 4 Verweisern in 21 Minuten, folgte der
Rauhhaarteckelrüde „Peterson von den braunen Erdhunden“ mit Gabriele
Zschau gefolgt von der Rauhhaarteckelhündin “Sina von den braunen
Erdhunden“ mit 4 Verweisern in 25 Minuten und seiner Führerin Margit von Döhren. Fünf Gespanne fanden das Stück an diesem Tag leider nicht. Der
Prüfungstag klang am knisternden und lodernden Lagerfeuer am Forsthaus
Zweifall im Revier aus. Im Zelt wurden warmes Essen und kühle Getränke
gereicht, Gesprächstoff gab es reichlich, wussten die Führerinnen und
Führer doch viel von ihren Erlebnissen auf den Fährten zu berichten. |
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| Zur
Waldsuche, am Sonntagmorgen, traten 10 Gespanne, bei wiederum besten
Wetterverhältnissen, an. Diese nicht sehr häufig angebotene Prüfung
beginnt mit den Gehorsamsfächern Pirschen, Ablegen und Schussruhe sowie
Benehmen auf dem Stand. Danach sind wieder die jagdlichen Fähigkeiten
des Hundes gefragt. Er muss in Waldbeständen mit dichtem Unterwuchs
selbstständig Wild suchen, finden und herausbringen. Richter und
Hundeführer gehen mit durch. Während dieser Suche soll der Teckel immer
wieder Kontakt zu seinem Führer halten und genau das ist nicht selten
ein Problem für Hunde, die nur das Stöbern kennen und daher erst nach
der Arbeit oder auf Abruf zurückkehren. Gruppenmitglied und Forstbeamter
Uwe Melchior stellt hier im Forstbetriebsbezirk Zweifall hervorragend
geeignete Parzellen mit sehr gutem Wildvorkommen zur Verfügung. So
vermeldeten mehrfach Prüfungsteilnehmer den Anblick von Fuchs, Reh, Sau
und Hirsch. Es war eine Freude, den arbeitenden Teckeln durch die
oftmals mit dichter Fichtennaturverjüngung durchwachsenen
Altholzbestände zu folgen.Am Ende dieses herrlichen
Prüfungstages konnten die Richterobleute ein gutes Prüfungsergebnis
verkünden, acht der zehn Hunde hatten die Waldsuche bestanden. Gruppe 1:„Fadiem Wind in de Wilgen“ mit C. K. Verwilligen - 100 Punkte, 1. Preis "Kobeddus Effendi“ mit Heike Junge – 95 Punkte, 1. Preis„Peterson von den braunen Erdhunden“ mit G. Zschau – 83 Punkte, 2. Preis„Cretel vom rauschenden Bach“ mit M. Liebau – 67 Punkte, 3. Preis Gruppe 2:„Ziska vom Dienei“ mit Dr. C. Görig – 100 Punkte, 1. Preis“Anny /R” mit mit K. Maas – 98 Punkte, 1. Preis“Abby Gail van Boyvital” mit C. van Tanderen - 96 Punkte, 1. Preis„Hamlet de Germement“ mit L. Vollmer – 72 Punkte, 3. Preis Die
Richter einigten sich, aufgrund der Schilderung der mit 100 Punkten
bewerteten Arbeiten, bei der Vergabe des Porzellantellers für den Sieger
der Waldsuche darauf, dass der Rauhhaarteckelrüde „Fadiem Wind in de
Wilgen“, Führer Kees Verwilligen die beste Arbeit geleistet hatte, da er
während der Waldsuche zweimal Kontakt zu seinem Führer aufnahm, danach
jeweils passioniert und weiträumig weiter suchte, Wild fand und auch
herausbrachte. Für den
„Eifelpokal“, der ja aus der für den Hund schwierigen Kombination aus
Schweißprüfung und Waldsuche besteht, waren acht Teckel mit ihren
Führerinnen und Führern angetreten. Dass nur drei Hunde beide Prüfungen
bestehen konnten zeigt noch einmaldie
Schwierigkeit aber auch den besonderen Reiz dieser beiden so
gegensätzlichen Prüfungsarten auf, bei denen die Vielseitigkeit unserer
Teckel gefordert wird. |
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Bester Stöberhund
"Fadiem Wind in de Wilgen", Führer Kees Verwilligen
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Für den
„Eifelpokal“, der ja aus der für den Hund schwierigen Kombination aus
Schweißprüfung und Waldsuche besteht, waren acht Teckel mit
ihren Führerinnen und Führern angetreten. Dass nur drei Hunde beide Prüfungen bestehen konnten zeigt noch einmal die Schwierigkeit aber auch den besonderen Reiz dieser beiden so gegensätzlichen Prüfungsarten auf, bei denen die Vielseitigkeit unserer Teckel gefordert wird.
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Siegerin des „6. Eifelpokals 2009“ wurde die
Rauhhaarteckelhündin „Ziska (Fleur) vom Dienei“
mit ihrer glücklichen und zufriedenen Führerin und
Besitzerin Frau Dr. Christiane Görig.
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Platz zwei belegte der Rauhhaarteckelrüde „Peterson (Petti) von den braunen Erdhunden“mit Frau Gabriele Zschau. Auf Platz drei kam die Rauhhaar-Kaninchenteckelhündin "Cretel vom rauschenden Bach“mit Herrn Mario Liebau. Ein kräftiges Waidmannsheil allen Gespannen, die sich der Herausforderung „Eifelpokal“ gestellt haben.
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Auch wenn es diesmal nicht ganz gereicht hat, wollen
Conny van Tankeren und Heike Junge nochmal
wiederkommen.
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2 Gäste die sich schon viele Jahre kennen.
In Zweifall arbeitete Madame Bourdy vor ca. 50 Jahren
ihre ersten Schweißfährten.
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| Alle Gäste der Gruppe Aachen Dreiländereck bedanken sich für die zur Verfügungstellung der Reviere des Forstamtes Hürtgenwald
bei Herrn Forstdirektor Robert Jansen, beim Forstbeamten des
Forstbetriebsbezirkes Zweifall, Herrn Uwe Melchior, bei dem
Prüfungsleiter Ralph Quassowski,
dem Bläsercorps „Hohes Venn“ und all den vielen ungenannten
Helferrinnen und Helfern der Gruppe, für die perfekt vorbereiteten und
durchgeführten Prüfungen
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und nicht zuletzt auch für die nette Aufnahme sowie die Marketenderei,
die keine Wünsche offen ließ.
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Zitat aus der Gruppe Aachen Dreiländereck:
„In
der Nachlese sind wir uns einig, es war der bisher schönste Eifelpokal.
Alles hat gepasst, gute Führer, ein tolles Richterteam und ein
herrliches Wetter. Die Stimmung war an allen Tagen hervorragend, wo man
hinschaute lachende und zufriedene Gesichter. Viel
Arbeit haben wir in diese Prüfung investiert, doch wir machen es immer
wieder gerne, da wir uns der jagdlichen Gebrauchsarbeit verpflichtet
fühlen.“
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